Linksammlung und praktischer Reiseführer - Mexiko

Cobá

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1300 EW.   15 m
Coba - El Castillo

Cobá ist tatsächlich der orginale Namen der Stadt. Möglicherweise bedeutete es "Wasser im Überfluss". Das könnte passen, denn direkt im Zentrum der alten Mayastadt liegen mehrere kleine Seen. Cobá war von 100 v. Chr. bis ins 14. Jhdt. besiedelt. Ihren Höhepunkt hatte die Stadt von 500-900 n. Chr. Aus dieser Zeit stammen die meisten Gebäude, die meisten Inschriften stammen aus dem 7. und 8. Jhdt.

Zu dieser Zeit war Cobá die wichtigste Stadt im nordöstlichen Teil der Halbinsel. Über 50000 Menschen sollen hier gelebt haben, auf einer Fläche von 70 Quadratkilometern. Insgesamt hat man etwa 6000 Strukturen ausgemacht, aber nur ein paar Gebäudegruppen sind ausgegraben und für Besucher zu sehen.

Das Gelände ist ziemlich weitläufig. Der Rundweg hat etwa 5 km Länge und eine Besichtigung zu Fuß dauert mindestens 3 Stunden. Wer nicht so weit laufen mag oder kann, kann ein Fahrradtaxi bemühen. Die Pyramiden dürfen teilweise bestiegen werden, was herrliche Ausblicke auf die umliegende Urwaldlandschaft bietet. Wenn man schon früh morgens kommt, erlebt man enormes Geschrei von Vögeln und anderen Tieren des Urwalds.

Zunächst trifft man auf die Cobá Gruppe. Hier steht ein 24 m hoher Tempel aus der frühen klassischen Periode (300-600 n. Chr.), der La Iglesia genannt wird. Es handelt sich um eine neunstufige Pyramide mit abgerundeten Ecken. Außerdem gibt es hier einen Ballspielplatz. Die übrigen Strukturen waren Residenzgebäude.

Coba - Xaibé

Gut 1 km weiter nordöstlich erreicht man die Nohoch Mul Gruppe. Hier stehen die höchsten Bauwerke von Cobá, darunter die 42 m hohe Pyramide El Castillo. Außerdem steht hier die gewaltige Plattform Gran Plataforma. Der Bereich wurde während der frühen klassischen Periode erbaut, aber es gibt auch neuere Elemente. Die Stele 20, die hier steht ist die am besten erhaltene der ganzen Stadt. Sie hat das Datum 30. November 730 eingemeißelt. Am Kreuzungspunkt zweier Straßen steht das eigenartige fünfstufige Rundgebäude Xaibé. Es könnte ein Monument gewesen sein.

Ein paar hundert Meter weiter südlich kommt man zur Grupo de las Pinturas. Ursprünglich waren die Gebäude innen alle komplett bemalt, es sind aber nur noch Reste davon zu erkennen. Der Bereich hat keine spektakuläre Architektur vorzuweisen. Interessant ist, dass es sich um die jüngsten Gebäude von Cobá handelt, wahrscheinlich wurden sie erst im 14. Jhdt. gebaut.

Weiter südöstlich liegt die Macanxoc Gruppe. Sie besteht aus kleineren Plattformen und Tempeln. Es handelt sich um einen Zeremonialbereich und Friedhof. Die zahlreichen Stelen datieren, soweit man es noch entziffern kann, alle auf das 7. Jhdt.

In Cobá gab es ungefähr 45 Sacbeob, so nannten die Maya ihre Straßen, die sie aus Kalk und Gips bauten und die nicht nur wirtschaftliche, sondern auch religiöse Funktion hatten. Der längste Sacbé war über 100 km lang und führte an einen Ort in der Nähe von Chichén Itzá.

Vor dem Eingang gibt es Souvenirstände und ein paar Restaurants.

Geöffnet: täglich 8:00–17:00, Eintritt 59 Peso




Cobá, Quintana Roo, Sitio arqueológico Maya. Sehr detaillreiche Beschreibung mit Lageplan.

Zona Arqueológica de Cobá Vom INAH.

Homepage Sven Gronemeyer - Coba, Quintana Roo, Mexico Wissenschaftliche Beschreibung über alle Aspekte von Cobá.

Corpus of Maya Hieroglyphic Inscriptions Ebenfalls wissenschaftlich. Zeigt auch Bilder aller 23 Stelen von Cobá.

.:INAH:. Virtueller Spaziergang.

Mapa Zona Arqueológica de Cobá Karte der archäologischen Zone.


Ein Bus am Nachmittag nach Playa del Carmen, Fz.: 2h, 114 Peso über Tulum, Fz.: 1h, 66 Peso