Linksammlung und praktischer Reiseführer - Mexiko

Dzibilchaltún

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10 m
Dzibilchaltún - Templo de las Siete Muñecas

Schon mindestens ab 200 v. Chr. wurde hier gesiedelt. Dzibilchaltún lebte von der Salzgewinnung, der Meeresfischerei und der Landwirtschaft. Als die Spanier die Gegend um 1540 unter ihre Kontrolle brachten, hat der Ort auf jeden Fall noch existiert. In ihren besten Zeiten soll die Stadt bis zu 40000 Einwohner gehabt haben. Die Reste von mehr als 8000 Gebäuden weisen darauf hin.

Leider wurde in späteren Jahrhunderten ein großer Teil der Steine für andere Zwecke wiederverwendet, noch im 20. Jhdt. wurden sie für den Bau der Straße benutzt, die an der archäologischen Zone vorbeiführt. Deshalb ist nur ein kleiner Teil der Gebäude noch erhalten.

Eine mehrere hundert Meter lange Zeremonialstraße (Sacbé) führt zum wichtigsten Bauwerk von Dzibilchaltún, dem Templo de las Siete Muñecas. Er heißt so, weil man dort sieben Tonfigürchen gefunden hat, die heute im Museum ausgestellt sind. Besonderheit des Tempels ist die atronomische Ausrichtung. Nur bei Tag- und Nachtgleiche scheint die Sonne morgens durch die beiden Eingänge hindurch. An diesen beiden Tagen gibt es natürlich besonders viele Besucher.

Am anderen Ende der Zeremonialstraße liegt der Hauptplatz, der von von mehreren Gebäuden umringt ist. Die sechsstufige Pyramide in der Nordostecke des Platzes wird Estructura 36 genannt. Das langgezogene Bauwerk an der Südseite des Platzes heißt Estructura 44 und dürfte im wesentlichen eine Tribüne gewesen sein. Auf dem Platz haben die Franziskaner nach der Eroberung eine offene Kapelle errichtet.

Dzibilchaltún - Cenote Xlacah

Für die Wasserversorgung gab es ein Karstloch (Cenote), das immer noch existiert und in der Südwestecke des Hauptplatzes liegt. Der kleine Teich hat einen Durchmesser von etwa 40 m, ist über 40 m tief und heißt Cenote Xlacah. Das Wasser ist so klar, dass man leicht bis auf den Grund sehen kann. Unten schwimmen kleine Fische. Auf dem Grund hat man Opfergaben der Maya gefunden. Baden ist erlaubt und natürlich eine Attraktion. Weil diese Art von Grundwasserseen ökologisch ganz besonders empfindlich sind, ist die Benutzung von Sonnencreme nicht gestattet. Am Wochenende, besonders sonntags, ist recht viel los. Besser kommt man an einem Wochentag.

Auf dem gesamten Gelände wurden zahlreiche Spazierwege eingerichtet. Schilder erklären die Natur. Es ist völlig normal, dass ein Leguan den Weg kreuzt, außerdem gibt es viele Vögel. Manche Naturfreunde kommen sogar eigens zur Vogelbeobachtung hierher.

Das recht gute Museo de las Mayas zeigt in einem Saal Fundstücke von hier, aber auch Keramiken und Skulpturen von der gesamten Halbinsel, darunter eine Chaak-Maske, eine Skulptur des Kukulkán (Quetzalcóatl) und ein Chak Mo'ol. In einem weiteren Saal ist Kolonialkunst ausgestellt.

Geöffnet: Täglich 8:00–16:30, montags hat das Museum zu.
Eintritt: 57 Peso, dazu kommt die lästige Steuer des Bundesstaates in Höhe von 63 Peso. Sonntags frei für Mexikaner. Es gibt einen Getränkeladen und einen Souvenirshop.




Dzibilchaltun | Yucatan Today

Dzibilchaltún - Wikipedia

Dzibilchaltún, la puerta del sol

Dzibilchaltún - YouTube Video 1:59.

Cenote Xlacah, Cenote Dzibilchaltun, Explorando Cenotes - YouTube Hübsches Video vom Cenote 3:04.

Zonas_arqueologicas_Dzibilchaltun_y_Ekbalam Plan vom INEGI.


Nach Merida fährt alle 2 Stunden ein Bus ab der Carretera, 600 m vom Eingang entfernt. Man kann aber auch ein Mototaxi nach Chablekal nehmen, wo regelmäßig Combis nach Merida fahren.